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Dienstag, 19. August 2014

Über Sauerteig - Sauerteigansatz - ein wenig über Sauerteigbrot

Wie ihr in meinem letzten Post ja bereits erfahren habt, probiere ich mich gerade an Sauerteigbroten.

Sauerteig, hm... Was ist das eigentlich? Diese Frage stellte ich  mir nachdem ich von dessen Existenz erfuhr.
Sauerteig ist ein spezieller Teig, der als Triebmittel zur Herstellung von schweren Vollkornbroten, wie zum Beispiel Roggenbrot. Er wird zum einen dann eingesetzt, wenn Hefe als Triebmittel nicht mehr ausreicht. Was unter anderem der Fall bei Roggenbrot ist. Sauerteig wird meist von Hefen und Milchsäurebakterien in Gärung gehalten und lockert den Teig durch das produzierte Kohlenstoffdioxid auf. Außerdem verbessern Sauerteige die Verdaulichkeit, Aroma, Geschmack, Haltbarkeit und Schnitt des Brotes.
Früher wurde vorallem Sauerteig als Triebmittel benutzt, da dieser billiger war und selbst hergestellt werden konnte.

Man kann Sauerteig fertig kaufen, oder aber selber machen. Dies ist recht einfach, erfordert jedoch etwas Zeit und Geduld.

Roggensauer:
Ich habe meinen Roggensauerteigansatz durch 100g Roggenmehl und 75 ml warmes Wasser hergestellt. Die Zutaten habe ich verquirlt (bei mir sollte und entstand ein Teig von waffelähnlicher Konsistenz), mit Frischhaltefolie abgedeckt und 3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann habe ich weitere 100g Roggenmehl und 75ml Wasser untergerührt, die Schüssel wieder mit der Frischhaltefolie abgedeckt und einen weiteren Tag stehen lassen.
Nach einiger Zeit entwickelte sich ein leicht säuerlicher Geruch, der aber nicht unangenehm war. Jedoch verunsicherte er mich etwas, was rückblickend jedoch kein Wunder ist, immerhin hat das Gemisch zu gären angefangen. Nach einiger Zeit fing der Teig an zu "blubbern" - es bildeten sich kleine Blasen.

Diesen Sauerteigansatz verbäckt man dann zum größten Teil im Brot. Ein kleines bisschen hebt man sich auf, damit der nächste Ansatz schneller geht.

Was das Verhältnis des Sauerteigs zum Mehl angeht, bin ich noch nicht sicher und in der Testphase, ich habe aber gelesen so ca. 30 - 50 % Sauerteiganteil sollte in einem Sauerteigbrot enthalten sein. Vor allem bei Roggenbrot.

Sauerteigbrote brauchen recht lange zum Gehen, ich habe meine Brote so 2 Tage gehen lassen, was aber auch daran liegen kann, dass es in meiner Küche leider nicht so schön warm ist, und die Heizungen sind ja noch nicht an. ;) Das muss man dann ausprobieren, wichtig ist, dass der Teig sich verdoppelt.


Damit das Brot dann auch schön fluffig wird habe ich es dann immer noch ca. 10 Minuten geknetet. Das Kneten mag für den ein oder anderen anstrengend sein, aber für mich war es angenehm. Man fühlt richtig, wie sich die Textur des Teiges ändert und geschmeidiger wird. Das ist schon toll. Wenn man schlechte Laune hat, oder aber auch einfach Spaß, kann man auch schön auf den Teig boxen, das tut dem wirklich gut.

Wenn es euch interessiert findet ihr weitere Infos hier:
- http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/intro.php
- http://www.adler-muehle.de/info/Sauerteig.html
- http://www.dein-brot-backen.de/rezepte-sauerteig-brot/

Gerade habe ich einen wahren Schatz gefunden, aber schaut selbst: http://www.homebaking.at/category/basics/sauerteige/

Und eine tolle Seite mit vielen Rezepten aller Art und wissenswertes über Mehl ist auch: http://www.aurora-mehl.de/

Das nächste Mal gibt es dann ein Sauerteigbrot Rezept von mir. Wenn ihr schon gleich eins haben wollt, nehmt doch eins aus den vielen Seiten, die ich euch oben herausgesucht habe.

Viel Erfolg dabei.

Habe ich euch vielleicht angeregt, auch mal Brot oder sogar Sauerteigbrot zu backen?

Brotige Grüße,
Emilia.
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Dienstag, 12. August 2014

{Lebensglück} Backe, backe...

Ja, ich backe gerne. Ich könnte den ganzen Tag nur backen. Aber das kann ja keiner mehr essen. Anfangs waren meine Backkünste noch gern gesehen, ja sogar gefragt. "Was hältst du von einem Kuchen?" - "Au ja!" Doch irgendwann, ja irgendwann war die Reaktion eine andere: "Och nöö, musst du nicht!" Die Schultern sacken nach unten, ich gucke traurig. "Was, du magst meine Kuchen nicht?" Ein zerknirschter Blick, ein Schulterzucken. Ich, tief trauig, tief verletzt.


Ok, Krönchen gerichtet, Kopf gehoben, Schultern zurück. Nagut, denke ich beleidigt. Kekse! Ich backe nun Kekse! Yay!
Aber auch nach zwei Ladungen Walnuss-Cookies war irgendwie die Luft raus. Ich stehe also wieder traurig und ratlos in der Küche und schaue mich um. Was nu?


Zunächst beschloss ich also niedergeschlagen, ich backe nur noch zu Anlässen. Bei einer anstehenden Geburtstagsfeier bin ich also die erste die den Arm nach oben reist und "Ich, ich, hier, hier!" ruft. Uff, yay, ich darf nen Kuchen backen.


Aber irgendwie trotzdem depriemierend. Aber einer meiner Lieblingsorte ist doch die Küche! Irgendwann hab ichs: Ich wage mich ans Abenteuer Brotbacken.
Bisher hatte ich genau ein Brotrezept und das war auch irgendwie nicht so wirklich luftig und fluffig. Es ist super lecker, versteht mich nicht falsch, aber es hat nicht diese typische Brotkonsustenz. Aus diesem Grund wird dieses Brot auch von meinem Mister verschmäht.


Ich wollte etwas neues, eine Herausforderung! Also dachte ich mir, ich versuchs mal mit Sauerteig. Der Sauerteig verleiht meinem Brot einen richtig leckeren Geschmack und lässt es auch länger frisch bleiben.

Es ist faszinierend zu sehen wie der Teig aufgeht, ihn zu kneten und zu formen, zu fühlen wie er geschmeidig wird, der köstliche Geruch, der während des Backensdurch die Wohnung zieht und der erste Testbiss in die noch warme, köstliche Brotscheibe, bestrichen mit Salzbutter. Und zu wissen: ja, das habe ich gemacht!
Brotbacken ist schon was tolles, aber auch anstrengendes und auf keinen Fall etwas für Ungeduldige!  Vor allem Sauerteigbrot braucht länger zum Gehen als Hefebrot.


Was Brot backen angeht bin ich eine totale Anfängerin; ich habe gerade mal 3 Sauerteigbrote gebacken, die mich begeistern. Jedes Mal lerne ich Neues, jedes Mal wird das Brot besser. So macht das Backen Spaß!
Achja, und wisst ihr das Beste: sogar meinem wählerischem  Mister schmeckt mein Brot jetzt!

Wie sieht es bei euch aus, backt ihr auch gerne Brot selbst? Oder kauft ihr lieber oder aber lasst die Brotbackmaschine backen? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Begeisterte Grüße,
Emilia

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