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Samstag, 16. Mai 2015

{Resteverwertung // Rezeptglück} Bratwurstgulasch

Wir befinden uns schon seit einiger Zeit in der Grillsaison. Nichts ist schöner als draußen bei samtig-weicher Luft und wärmendem Sonnenschein zu kochen. Jedoch kommt es bei Grillpartys doch häufiger vor, dass weniger gegessen wird als angenommen und vieles übrig bleibt. Bergeweise und tagelang Reste zu essen macht keinen Spaß und deshalb habe ich ein leckeres, mal ganz anderes Rezept, wie man übrig gebliebene Bratwürste verwerten kann. In einem Wurstgulasch! Auf die Idee hat mich meine Mutter gebracht, ganz herzlichen Dank also an dieser Stelle an sie, denn ansonsten hätten wir Tage an alten Bartwürstchen essen müssen.

Ich selbst bin keine große Bratwurstesserein. Nein, ich kann die Dinger wirklich nicht ausstehen und esse sie nur, wenn es denn sein  muss. Natürlich gibt es auch hier mal Ausnahmen, denn Ausnahmen bestätigen die Regel, wie es ja so schön heißt. Eine Ausnahme ist natürlich das Bratwurstgulasch. ;)
Angeleht ist mein Rezept an dieses von essen-und-trinken.de.



Wie man hier sehen kann, war ich zu hungrig die Bilder vor dem Essen zu machen. Ich war im nachhinein dann glücklich, dass tatsächlich noch der halbe Topf übrig geblieben ist. So konnte ich euch das wirklich leckere Rezept zeigen und muss zudem einen Tag nicht kochen. Besser gehts doch nicht. ;)

Zutaten:

2 Paprika
3 Zwiebeln
125g Speck
4 Bratwürstchen
4-5 große Kartoffeln + 1 kleinere
2 Knoblauchzehen
edelsüßes Paprikapulver
rosenscharfes Paprikapulver
2 TL Tomatenmark
1 EL Alceto balsamico (dunkler Balsamico-Essig)
400 ml Brühe (ich hatte etwas mehr)
Kümmel (ganz oder gemahlen, egal)
getrockneter Majoran
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
etwas Schmand

Zubereitung:

1. Zunächst die Paprika grob würfeln, dann die Bratwürste in Scheiben schneiden und mit dem Speck zusammen anbraten.
2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln halbieren und in Ringe schneiden.
3. Die Paprika, Bratwürste und den Speck aus dem Topf/Pfanne nehmen und nun die Zwiebeln goldbraun anbraten. Dann 1 Zehe Knoblauch zu den Zwiebeln pressen und ebenfalls kurz mit anschwitzen.
4.  Auch hier während die Zwiebeln brutzeln, die Kartoffeln, bis auf die eine kleine,  schälen und in grobe Stücke schneiden. Das Zwiebel-Knoblauch-Gemisch häufig umrühren.
5. Sind die Zwiebeln und der Knoblauch fertig, 2-3 TL edelsüßes Paprikapulver und das Tomatenmark dazu geben und kurz anrösten.
6. Die Bratwürst, Paprika, Speck und die Kartoffeln zu den Zwiebeln geben. Den Balsamico-Essig und die Brühe dazu geben, bis alles von Wasser bzw Brühe bedeckt ist. Nun die kleine Karoffel in das Gulasch reiben.
7. Kümmel, Majoran, 1 Knoblauchzehe, Lorbeerblatt dazu geben und köcheln lassen, bis die Kartoffeln durch sind. (Ca. 20 -30 min.)
8. Zum Schluss das Gulsch evtl noch etwas mit Mehl, Speisestärke oder Saucenbinder binden. Dann mit Salz, Pfepper, 1 TL rosenscharfes Paprikapulver, Majoran nachwürzen und abschmecken.
9. Mit einem Klecks Schmand servieren.







Wie verwertet ihr denn eure übrig gebliebenen Bratwürste oder anderes Grillgut?

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Mittwoch, 11. März 2015

{Rezeptglück} Couscous-Küchlein

Heute habe ich ein kleines, einfaches aber unfassbar aromatisches Rezept für euch ohne großes Palaba. Denn, ich will ehrlich sein, mir fällt zu den Couscous-Küchlein nicht mehr ein als dass sie wirklich lecker sind.

Zutaten:
ca 100g Couscous
ca. 100 - 150g Brokkoli
2 Frühlingszwiebeln
2 Eier
ca 150 Feta
Gewürze (ich hatte eine Gewürsmischung bestehend aus Knoblauch, Paprika, Chillies, Petersilie, Pfeffer, Zwiebeln, Thymian, Oregano und Basilikum )

Beilage
Eier, Tomaten, Feldsalat, Joghurt, eingeweichte Bohnen oder Bohnen aus der Dose 

Rezept
1.  Zunächst die eingeweichten Bohnen nach Packungsanweisung kochen.
2. Danach den Coucous nach Packungsanweisung zubereiten. Ich musste nur die doppelte Menge kochendes Wasser über den Couscous gießen und ihn einige Minuten quellen lassen. Das ist jedoch die schnelle Variante, denke ich.
2. Nun den Brokkoli in kleine Röschen zerteilen und bissfest kochen oder dampfgaren.
3. Die Frühlingszwiebeln in kleine Röllchen, den Feta in kleine Würfel schneiden.
4. Alles, die Gewürze nicht vergessen, in einer Schüssel zusammen mischen und kleine Küchlein Formen.
5. Die Küchlein dann mit etwas Fett in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten.
6. Ich habe dazu Feldsalat mit Tomaten und Joghurt Dessing (einfach Joghurt mit Salz und Pfeffer zusammenrühren und abschmecken) mit Rührei gegessen. Besser ist jedoch weich gekochtes Ei. Köstlich!
 -> Dazu wärend die Küchlein in der Pfanne vor sich hin Brutzeln das oder die  Eier kochen, den Feldsalat und die Tomaten waschen und schneiden und entweder in einer Schüssel alles vermengen oder einfach - so wie ich -  auf dem Teller anrichten.





Lasset es schmecken!
Liebe Grüße,
Emilia.
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Sonntag, 22. Februar 2015

{mein Superfrühstücks-Glück} Bircher Müsli

Frühstück. Ein doch unterschiedlich gehandhabtes Thema. Die einen können morgens nicht ohne, die anderen verzichten darauf. Sei es, dass sie morgens nichts herunter kriegen, keine Zeit haben  oder einfach kein Frühstücksmensch sind.


Für mich ist es jedoch eine der wichtigsten Mahlzeiten am Tag, denn es ist DIE erste Mahlzeit, mit der ich in den Tag starte. In letzter Zeit haben sich meine Anforderungen an Mahlzeiten generell etwas verändert: Wenn ich etwas esse, möchte ich gerne lange satt sein.  Wenn ich morgens also leicht (oder auch doll) müde aus dem Bett steige, möchte ich trotz aller Müdigkeit einen guten und schnellen Start voller Engerie, Kraft, Motivation und Tatendrang haben. ... 

Morgens hält sich mein Appetit und Hunger meist in Grenzen und egal ob ich eine, zwei oder drei Stullen oder ein Brötchen oder nur einen Shake aus Banane, Joghurt, Früchten und Flohsamenschalen getrunken habe, ich bin wirklich jedes mal nach ca. 2 - 3 Stunden wieder hungrig geworden. Für Mittag dann doch noch etwas zu früh, und nach einer Zwischenmahlzeit hatte ich dann nie ausreichend großen Hunger für ein lange sättgendes Mittagessen.


Doch nach einiger  Recherche bin ich auf eine Lösung gestoßen: Bircher Müsli. Es gibt ja verschiedene Varationen, jedoch hat mir die von vibono.de in leicht abgewandelter Form am meisten zugesagt, denn ich starte voller Kraft und Energie in den Tag, habe ein langes Sättigungsgefühl  und bin trotzdem fit. Für mich also das perfekte Frühstück und somit der perfekte Start in den Tag.

Grund dafür sind die Haferflocken. Haferdlocken sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Balaststoffen. Sie enthalten zudem Eiweiß und bestehen aus komplexen Kohlenhydraten. Somit wird ein rapider Anstieg des Blutzuckerspiegels vermieden und Heißhungerattacken vorgebeugt. 
Wer noch mehr über die Wirkung und Vorteile von Hafer(flocken) erfahren möchte schaut hier:
http://www.alleskoerner.de/inhaltsstoffe.html und hier http://www.fitness-spartacus.de/haferflocken




Doch genug der langen Vorrede, hier kommt das Rezept:

Vorbemerkung: Bircher Müsli sollte man abends vorm Schlafen gehen vorbereiten und über Nacht gut durchziehen lassen. So schmeckt das Ganze sehr viel besser. (Und soll besser für die Verdauung sein.)
Schafft man es einmal voller Müdigkeit abends nicht mehr (was mir leider doch häufiger passiert), so kann man es natürlich auch noch schnell am Morgen zusammen mischen und am besten kurz stehen und ziehen lassen, wenn man zB unter der Dusche ist.

 Zutaten (für 1 Person): 
50 g Haferflocken (ich nehme am liebsten kernige, wenn ich das Müsli abends vorbereite, denn zarte erzeugen eher einen "Brei" - morgens nehme ich dann jedoch lieber zarte Haferflocken, denn dann haben sie nicht so viel Zeit matschig zu werden.)
ca. 12g gemahlene Mandeln (ich nehme meistens etwas mehr, ca 20 g)
ca. 12 g Rosinen (ich nehme meist auch etwas mehr - hier also nach Geschmack)

ca. 125 ml Buttermilch
ca. 125 g Joghurt (ich nehme am liebsten mein selbstgemachtes fabelhaftes Joghurt, ansonsten schmeckt mir dasjenige von LC1 mit Vanille am besten dazu)
ca. 125 ml Milch (ich nehme 3,5 - hier kann man jedoch gut mit Kokos-, Soya- oder anderen Milchsorten variieren)

Obst nach Wahl und Geschmack 

Zubereitung:
Alle Zutaten außer das Obst in einer großen (!) Schüssel gut vermischen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Morgens das Obst der Wahl klein schneiden und unter das Müsli heben. Ich nehme zur Zeit am liebsten Birne. Im Originialrezept wurde morgens nur noch ein frischer apfel über das Müsli gerieben.
Bei Banane sollte man nach  meiner Erfahrung vorsichtig sein, denn zusammen mit dem Müsli ist man so, so schnell satt - dann braucht man wahrscheinlich nur die Hälfte der Haferflocken.


Natürlich kann man die gemahlenen Mandeln auch durch andere Nüsse oder auch durch Sonnenblumen- oder Kürbiskerne oder Leinsamen oder ähnliches ersetzen. Dem Geschmack und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bircher Müsli  kann man zum Beispiel auch mit Sahne zubereiten. Das ist mir jedoch zu üppig, zudem mag ich  Buttermilch wirklich sehr gerne.


Was frühstückt ihr denn am liebsten? Oder gehört ihr zu denjenigen, die das Frühstück ausfallen lassen?

Liebe Grüße,
Emilia

P.S. Diese wunderschönen Blumen habe von meiner Mutter und meinem Mister bekommen und musste sie einfach zeigen.
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Freitag, 13. Februar 2015

{Rezeptglück} Meine Königsberger Klopse

Nun besteht mein Leben jedoch nicht nur aus Basteln, häkeln und nähen, keine Angst. Ich koche weiterhin genauso gerne. Und da dies in letzter Zeit etwas kurz gekommen ist, gibts mal wieder ein Rezept. Tadaa.

Immer wenn es kalt, dunkel und ungemütlich wird, esse ich gerne deftiges Essen. Auch zur jetzigen Jahreszeit, wenn die Sonne sich wieder häufiger blicken lässt und es etwas wärmer wird, ist nach einem langen kalten aber sonnigen Spaziergang ein Teller Königsberger Klopse das Beste und leckerste um seine Reserven wieder aufzufüllen und von innen aufgewärmt zu werden.  Die besten, leckersten Königsberger Klopse macht die Mutter des Mister's.


Aaaaber, und das macht mich schon recht traurig, ich kriege das einfach sowas von überhaupt nicht hin wie sie! Jedes Mal schmeckt es anders, jedes Mal mache ich es anders, versuche, probiere und jedes Mal sind Mister und ich enttäuscht. Nach dem gefühlt hundersten Versuch, zig Variationen habe ich entschlossen: Es bringt nichts! Ich kriegs nicht hin! Es wird nie so schmecken wie bei Mister' Mutter, aaaaber dafür schmeckt meine Variante auch gar nicht mal so schlecht. Halt nur ein wenig anders, aber nicht weniger gut, vor allem wenns draußen ekelig kalt und ungemütlich ist.

Hier möchte ich jetzt also mein zig tausend fach erprobtes Rezept, meine Variation derKönigsberger Klopse mit euch teilen:

Für die Hackbällchen:

500g Hackfleisch
4 Eier
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
(evtl. noch 2 eingeweichte Scheiben Vollkorn-Toastbrot)
 Salz, Pfeffer

Für die Soße:
Wasser
Sahne
1 Gläschen Kapern

Als Beilage:
Kartoffeln
eingelegte kleine rote Beete Kugeln aus dem Glas

Anleitung:
1. Wasser in einem großen Topf (aber Topf nur zur Hälfte voll machen) mit etwas Salz aufkochen lassen.
2. Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln.
3. Nun alle Zutaten für die Klopse in einer Schüssel vermengen und zu Klopsen bzw Bällchen Formen. Meine sind immer recht groß und es kommen trotzdem noch ziemlich viele Klopse (10-12) dabei heraus.
4. Die Hackbällchen jetzt vorsichtig bei niedriger Hitze in den Kochtopf geben und so ca. 20-30 min. Kochen lassen. (In der Zwischenzeit können zB Kartoffekn geschält und aufgesetzt werden.)
5. Sind die Klopse fertig, diese aus dem Wasser fischen und auf einem Teller zwischenlagern.

6. Nun wird die Soße gemacht: Das Gläschen Kapern mitsamt der Flüssigkeit in die Soße geben.
 Es geht ans eindicken. Dazu kann man Soßenbinder oder Mehl nehmen. Ich finde mit Mehl schmeckt es fast einen Ticken besser, aber das ist Geschmackssache. Beim Mehl muss man aufpassen, dass dieses nicht klumpt, denn das schmeckt nicht. Dazu nehme ich immer so ca. 1-2 Esslöffel Mehl in eine Tasse und rühre es mit einem Schuss kalten Wasser (sodass das Mehl in der Tasse bedeckt ist) mit dem Schneebesen bis es klümpchenfrei ist und kippe die Suppe dann in das Kochwasser der Klopse. Dies wiederhole ich einige Male, bis mir die Soße dick genug ist. Ich mag sie besonders dick. Wichtig: Dabei immer wieder aufkochen, sodass das Mehl andicken kann.
7. Zum Ende hin entweder einen Schuss Sahne (für eine schöne Farbe) oder aber so wie ich, die ganzen 200ml Sahne dazu geben. (Denn ein angebrochenes Päckchen oder Becherchen Sahne mag ich nicht.) Eventuell noch mal etwas Mehl nach kippen, da die Soße wieder flüssiger geworden sein kann.
8. Ganz wichtig nach dem Andicken: Soße abschmecken und ggf nachsalzen. Vor allem die mit Mehl angedickte Soße braucht viel Salz. Vergesst ihr die Soße am Ende noch mal zu salzen, schmeckt sie langweilig. Und das wäre schade. Ich muss immer ziemlich viel Salz nachkippen.
9. Jetzt kommen die Klopse wieder zurück in den Topf und dürfen noch kurz mitköcheln und wieder warm werden. Dabei ständig umrühren, denn angebrannte Soße schmeckt scheußlich.

Wenn die Kartoffeln dann fertig sind, kann geschlemmt werden. Mein Mister und ich essen dazu immer noch sehr gerne rote Beete Kügelchen - wenn ich sie nicht vergesse (was leider häufiger passiert, wie auch auf dem Foto).

Ich wünsche einen guten Appetit.


Wie macht ihr eure Königsberger Klopse? Es gibt ja zig verschiedene Variationen im Internet zu finden...

Viele Grüße,
Emilia.
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Donnerstag, 27. November 2014

{Rezeptglück} Schokobällchen

Nach viel zu langer Zeit krabbel ich nun verschämt aus der Versenkung heraus und melde mich zurück! Mich gibt es noch und ich plane nun, wieder häufiger auf der Bildfläche zu erscheinen.(Wortwörtlich Bildfläche... *hüstel*).


Für einen kleinen voradventlichen Einstieg habe ich ein Rezept für - ich nenne sie - Schokobällchen mitgebracht. Man kann sie auch Schokokugeln oder anders taufen. Bei mir sind es Bällchen. Sowieso sind es eigentlich keine weihnachtlichen Plätzchen sondern einfach nur ein einfache, aber dafür umso schmackhafteres Gebäck. Es besteht durchaus die Gefahr, dass sie einfach so, vollkommen unbemerkt verschwinden. Was ich damit sagen will: Die Schokobällchen sind verdammt lecker und machen glücklich. Aber genug geplaudert, hier kommt das Rezept:


Man nehme:
200g gute Zartbitter Schokolade (min. 70 % Kakao)
100g Butter
2 Eier
180g Zucker
200g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 EL Kakaopulver (zum Backen)
3-4 EL gemahlene Mandeln
Puderzucker zum Wälzen

Man
- schmelze die Schokolade und die Butter zusammen (entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle. Bei der Mikrowelle muss man jedoch sehr aufpassen, dass die Schokolade nicht anbrennt und dementsprechend häufig umrühren.)
- schlage Eier und Zucker schaumig,
- mische Mehl, Backpulver, Kakao und Mandeln zusammen
- und rührt nun alles zusammen.
- parke den Teig für ca 30 min im Kühlschrank.
- man heize den Backofen auf 180 Grad auf.

Nun gehts ans Formen. Für eine Backzeit von 10-12 min empfehle ich, die Kugeln nicht allzu klein zu machen, da die feinen Schokobällchen ansonsten etwas trocken werden (was geschmacklich keine Katastrophe ist, sie schmecken nur etwas feiner, wenn sie nicht gänzlich "durch" sind.).

Ich fand diese Größe optimal:


Wer die Leckerlis gerne kleiner mag, nimmt sie einfach schon früher aus dem Ofen heraus.
Die fertigen Schokobällchen direkt nach dem sie aus dem Ofen kommen im Puderzucker wälzen.



Fertig!
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Sonntag, 5. Oktober 2014

{Rezeptglück} herzhafte Kürbis-Tartelettes


Wie die Zeit doch vergeht.  Mein letzter Eintrag liegt länger zurück als mir lieb ist. Aber jetzt ist die ungeplante Sommerpause vorbei, ich bin zurück.




Momentan bin ich im Tarte-Fieber. Wenn ich mich in die Küche stelle, dann eigentlich nur um herzhafte Tartelettes zu backen. Ich weiß nicht so recht wieso, aber es ist so. Diese kleinen feinen Snacks friere ich dann fast alle ein, um sie zur Unizeit wieder aufzutauen und in meine Brotbox zu legen. Denn ein richtiges Mittagessen anstelle jahrelang gegessener Pausenbrote ist sehr viel schicker.

Inzwischen hat sich eine kleine Auswahl angesammelt. Das erste Rezept möchte ich nun mit euch teilen: mini Kürbis-Quiche bzw Tarte.



Zutaten für ca- 6 - 9 Tartelette-Förmchen oder eine große Tarteform:
1 Rolle Blätterteig
1/2 Hokkaido
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
Salz, Pfeffer und Kräuter


Zubereitung:
1. Den Ofen auf ca. 170 - 180 Grad Umluft vorheizen.
2. Aus dem Blätterteig mit einer großén Tasse Kreise ausstechen und damit die Förmchen auskleiden.
3.Den Kürbis waschen und halbieren. Dann aushöhlen und in kleine Würfel schneiden.
4. Zwiebel und Knoblauch pellen und ebenfalls würfeln.
5. Kürbis,Ei, Zwiebel und Knoblauch vermengen, salzen und pfeffern. Ich habe noch mit Thymian und Rosmarin gewürzt.
6. Dann das Gemisch in die vorbereiteten Tartelettes geben. Wer mag, kann jedes Förmchen gut mit Alufolie abdecken, dann wird der Kürbis sehr zart. Es ist jedoch nicht unbedingt nötig.  Ca. 30 min backen.

 Auf dass es schmeckt!
Emilia
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Freitag, 29. August 2014

{Rezeptglück} erfrischende Blaubeer-Minze Tarte

Eine süße knackig frische Blaubeere in den Mund fallen zu lassen, ihr herrlich zartes Fruchtfleisch zu schmecken ist einfach herrlich. Ich könnte Unmengen von diesen herrlichen kleinen Früchtchen verdrücken. Im Sommer sind sie so wunderbar erfrischend.
Stellt euch vor, unzählige dieser feinen, erfrischend süßen Köstlichkeiten auf einem Kuchen! Hach, herrlich.


 Bei uns gab es den Kuchen an einem ultra heißen Sommertag. Und dann kommt ein solcher Kuchen doch gerade richtig. Nun ist die heiße Sommerzeit ja schon vorbei, was aber auch nicht schlimm ist, denn diesen Kuchen sollte man nicht zu hohen Außentemperaturen aussetzen. Dann wird die leckere Creme nämlich wieder recht flüssig. Aber die Gefahr besteht ja nicht mehr.


Das Rezept habe ich von dem englischsprachigem Blog Icing Sugar von Rebecca und musste es auch sofort ausprobieren. Danke Rebecca, für die Inspiration und das Rezept!

Hier ist es auf deutsch:
280g Mehl, 50g Puderzucker, 225 g kalte und klein gewürfelte Butter, 6 EL kaltes Wasser, 1 EL Zitronensaft, 200g weiße Schokolade, 200g Creme fraiche, 100g Sahne, 6 - 8 Minzblätter (oder etwas mehr), 350g Blaubeeren

1. Zunächst den Teig machen: Dazu das Mehl und den Puderzucker in einer Schüssel vermengen, die Butter hinzufügen und verkneten bis man kleine Streusel erhält. Dann das Wasser und den Zitronensaft hinzufügen und so schnell wie möglich verkneten. Aber nicht zu viel kneten!
2. Den Teig in Frischhaltefolie packen und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
3. Eine Tarteform buttern und mit Mehl bestäuben.
4. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen (ich empfehle zwischen dies zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu machen, denn so pappt der Teig nicht an der Arbeitsfläche fest), in die Form geben und mit einer Gabel kleine Löcher in den Teig stechen.
5. Backpapier auf den Teig geben und mit Erbsen, Reis oder Linsen oder anderen Hüsenfrüchten beschweren und blind backen bei 200 Grad oder 180 Grad Umluft. Dann noch mal 5 weitere Minuten ohne die Hülsenfrüchte und das Backpapier.
6. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Creme vorbereiten:
7. Die weiße Schoki fein hacken und dann schmelzen. Entweder im Wasserbad, wie im Rezept empfohlen, oder wie ich in der Mikrowelle. Wichtig ist bei der Mikrowelle, dass so ca. alle 10 Sekunden die Schokolade einmal umgerührt wird, denn sie brennt sehr schnell an. Schneller als dunkle. Beim Wasserbad aufpassen, dass kein Wasser zur Schoki schwappt. Das ist mir nämlich passiert, danach konnte ich diese leider nur wegwerfen.
8. Schokolade auskühlen lassen.
9. Währenddessen die Sahne schlagen und die Minze klein hacken und mit der Creme fraiche dazugeben. Dies dann zur weißen Schokolade geben und verrühren.
20. Die Creme nun in/ auf den Tarteboden geben und die Heidelbeeren oben drauf verteilen. Zur Deko evtl noch ein paar Minzblätter verteilen.

Nach meiner Erfahrung  nun erst mal im Kühlschrank parken.


Anmerkung: Durch die Schokolade wird die Creme sehr süß und bei mir kam der Minzgeschmack leider nicht ganz so heraus. Aus diesem Grund würde ich den Anteil der weißen Schokolade auf 100 - 150 g reduzieren und etwas mehr Minze hinzufügen. So schmeckt es erfrischender und leichter. Jedenfalls an einem 35 Grad heißen Sommertag.
Meine Creme war recht flüssig, was aber an der großen Hitze lag. Nachdem sie bei mir im Kühlschrank stand, hatte ich auch das Gefühl, dass sie fester wurde.
Auch den Butteranteil im Teig fand ich ein wenig hoch und würde empfehlen ihn dementsprechend zu reduzieren, aber auch das ist Geschmackssache.


Ich wünsche euch gutes Gelingen und guten Appetit mit diesem Rezept.

Mit diesem Rezept möchte ich bei dieser Ichbacksmir-Runde von Clara von tastesheriff.com teilnehmen. Weitere leckere Tarterezepte findet ihr bei ihr dort.
Liebe Grüße,
Emilia.
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Samstag, 23. August 2014

{Rezeptglück} herzhafte Tomatentarte

 Wir holen den Spätsommer in unsere Küche zurück

So langsam zieht hier bei mir in Berlin der Spätsommer ein. Die Nächte werden länger, die Abende werden kühler und es riecht nach ... ja... Spätsommer...^^ Wisst ihr was ich meine?
Die Tage werden kaum merklich kürzer, der Mittag wird warm, die Sonne wärmt, aber die Hitze des Sommers ist vorbei.


Wer Sehnsucht auf vor Hitze flimmernde Tage, köstlich reife, aromatische, frisch vom Strauch gepflückte Tomaten hat, Lust auf Errinerungen an heiße, faule Tage mit Abkühlung am See hat, kann für einen Moment die Augen schließen, den Geschmack von frischen sonnenreifen, aromatischen Tomaten schmecken, die im Mund fruchtig zerplatzen und Sommererinnerungen zurücklassen. Mit dieser Tarte ist das möglich, sie holt euch den Sommer zurück.


Inspriert hat mich das Rezept von 

Man nehme:
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
1 halbes Gläschen getrocknete, marinierte Tomaten in Öl
etwas Parmesan
etwas Pinienkerne
ca. 250g frische Cocktail- oder Strauch- Tomaten
1 - 2 Knoblauchzehen

Anleitung:
1. Zunächst das rote Pesto zubereiten. Das habe ich schon einmal hier gepostet, aber ich schreibs einfach noch mal auf (diesmal wirds nämlich klitzekleines bisschen anders gemacht):
Das halbe Gläschen getrocknete Tomaten mit dem Öl in die Küchenmaschine kippen, nach Geschmack Parmesan, Pinienkerne und die Knoblauchzehe(n)  dazugeben. (Ich habe nur eine reingetan, aber geschmackvoller wären 2 Zehen.) Das Ganze gut durch mixen.
2. Den Blätterteig auf dem Backblech ausrollen und mit dem Pesto bestreichen. Kann ruhig etwas dicker sein.
3. Nun die Tomaten halbieren und auf die Tarte legen bis der Teig voll ist. Das ganze mit Salz und Pfeffer und evtl Thymian würzen.
4. Die Tarte im Ofen bei 150 Grad Umluft ca. 30 min oder mehr backen bis diese hellbraun / goldbraun ist. (Nicht zu lange im Ofen lassen, sonst wird der Blätterteig zu kross.)
5. Natürlich - was sonst: genießen und noch einmal schnell den Sommer schmecken!


Guten Appetit!

Liebe Grüße,
Emilia.
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Donnerstag, 24. Juli 2014

{Rezeptglück} Couscous Salat

So ein schöner, warmer, sonniger, sommerlicher Sommer ist doch was tolles! Wie ich diese Zeit genieße. Ich genieße große Entspanntheit, Ruhe und Gelassenheit, da für mich der Sommer - vorausgesetzt es ist echter Sommer - immer mit einem Urlaubsgefühl einhergeht. Auch wenn ich gar nicht Urlaub habe.
Genauso wie ich das Wetter und damit verbundene Sommergefühle genieße, genieße ich sommerliches Essen. Leichte, schnell gemachte aber geschmackvolle, mit einer leicht fruchtigen Note, sind genau richtig.

Es gibt nicht besseres als eine reife, sonnenwarme, selbstgepflückte Tomate, die eine Geschmacksexplosion in meinem Mund auslöst. Himmlisch fruchtige Früchte, bei denen ein gutes Stück Schokolade nicht mehr mithalten kann. In dieser Zeit beschenkt und die Natur mit wahrlich fantastischen, geschmacksintensiven, frischen, reifen und Unmengen an leckersten Zutaten für die Küche. (Ich beneide jeden, der einen Garten hat, und diesen zum Anbau von ein wenig Obst und Gemüse nutzen kann.)
Und wer möchte nicht ein Stückchen - oder auch ganz viel - Sommer auf seinem Teller haben?!


Ein kleine sommerliche Erfrischung und Stärkung habe ich in diesem Couscous-Salat gefunden! Ein kleines Träumchen war das. Fruchtig, herb und würzig sorgte für echtes Geschmackserlebnis! Probiert's selbst!

Man nehme:
1 mittelgroße Tasse Couscous - ca. 200 g, 1 Frühlingszwiebel, 1 Tomate, ca. 2 - 3 dicke Streifen Feta, 1 Knoblauchzehe, 1/2 gelbe Paprika, eingelegte getrocknete Tomaten in Öl und Kräutermarinade

1. Den Couscous nach Packungsanweisung zubereiten.
2. Die Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden, die Tomate, Paprika und den Feta würfeln. Zum Couscous dazugeben.
3. Den Knoblauch in den Couscous pressen (oder kleinschneiden).
4. Ca. 6 - 8 (nach Belieben und Geschmack mehr) große getrocknete Tomaten  kurz abtropfen lassen und auch klein Schneiden. Zum Couscous geben.
5. Mit Salz und Pfeffer würzen.
6. Der Clou an dem Rezept: nun 2 - 3 EL des Öls der eingelegten Tomaten zum Couscous geben. So bekommt er eine fruchtig, würzige, frische Note.
7. Umrühren und genießen!


Guten Appetit!


Fangt den Sommer ein, und genießt ihn!
Viele Grüße,
Emilia.
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Sonntag, 20. Juli 2014

{Rezeptglück} sommerlich leichter Salat

Aloha,
ist es bei euch auch so heiß? Heiß im Sinne von 34 Grad?! Puh. Aber ich möchte mich nicht beklagen, denn endlich ist der Sommer da und ich liiiieeebe Sommer!
Bei solchen Temperaturen habe ich jedoch nicht wirklich viel Appetit. Was knackig frisches macht sich dann gut auf dem Teller. Aus diesem Grund gibts heut nicht viel Gerede, sondern gleich das Rezept:


Man braucht:
einen halben Salat, 1 Tomate, 1 mittelgroße Zwiebel, 200g braune Champignons, Putengeschnetzeltes, 1 EL Sesam, Balsamico-Essenz, 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer

Den Salat waschen und klein schneiden. Das Geschnetzelte anbraten, die Champignons dazu geben und salzen. In der Zwischenzeit die Tomate und die Zwiebel würfeln. Das Fleisch und die Champignons kurz auskühlen lassen. Während dessen den Salat mit Öl und Pfeffer abschmecken. Champis und Fleisch unterheben. Beim Anrichten Balsamico- Essenz über den Salat träufeln und Sesam drüber streuen.


Guten Appetit.

Dazu passen sehr gut die Schafskäse-Pesto-Schnitten, kennt ihr die schon?

Sommergrüße,
Emilia.
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Dienstag, 15. Juli 2014

{Let's cook together} Pesto-Schafskäse-Schnitte

Seit langem verfolge ich die "Letscooktogether"-Aktionen von Ina. Erst hab ich es zeitlich verplant, dann viel mir nichts passenden zum Thema ein und so weiter. Auch dieses Mal war ich sehr ratlos, wollte ich doch endlich so gerne mitmachen. Gottseidank ist mir gestern Abend meine liebste Sommer-"Stulle" eingefallen. Eine Pesto-Schafskäse-Schnitte.


Ehrlich gesagt hat diese "Stulle" keinen Namen. Ich hab sie grad mal ganz spontan so getauft. Eigentlich ein Fladenbrot mit rotem Pesto, Tomaten, Schafskäse und einem Kräuter-Knoblauch-Topping. (Mein Liebster wünschte sich aber Ciabatta-Brötchen anstelle des Fladenbrotes. Psst, kleiner Geheimtipp: Mit Fladenbrot ist's leckerer!)


Am liebsten biete ich dieses Schnittchen zur Partys als "Fingerfood" an. Es ist natürlich größer als ein solches typischerweise ist, jedoch isst es sich am besten aus der Hand. Bei uns gab es das Stüllchen heute zum Mittag mit einem leckeren Salat. Den Salat gibts nächstes mal.
Dieses Stülleken verströmt Sommer, Sonne und Entspannung pur!



Aber lange Rede, kurzer Sinn - hier kommt das Rezept:

Zutaten für 2 Personen  (ergibt 2 Fladenbrot-Hälften pro Person):
1/4 Fladenbrot, ca 150 - 200g getrocknete Tomaten (am besten die marinierten in Öl), ca. 50g Parmesan, 1- 2 frische Tomaten, Schafskäse, 1 dicke Knoblauchzehe, 1 Handvoll Oregano, 1 Handvoll Thymian, Olivenöl

Zubereitung:
1. Zunächst das rote Pesto zubereiten (oder fertiges nehmen. Dann überspringe diesen Schritt). Dazu 50 g geriebenen Parmesan mit ca 150 - 200g getrockneten Tomaten und deren Öl zur gewünschten Konsistenz pürrieren. Ich persönlich mag noch kleine Stückchen im Pesto und einen eher tomatigen Geschmack, weshalb ich recht viele getrocknete Tomaten nach Gefühl dazugebe. Je nach Geschmack noch etwas Öl (das Öl, in das die Tomaten eingelegt sind, oder Olivenöl) hinzufügen, sodass eine nicht zu feste streichfähige Masse entsteht.
2. Das Pesto auf die Fladenbrothälften schmieren.
3. Tomaten in Scheiben schneiden und auf die Pesto-Hälften legen.
4. Schafskäse ebenfalls in Scheiben schneiden und auf die Tomaten legen.
5. Knoblauch schälen und fein hacken. Kräuter pflücken, abwaschen und trockenschütteln. Ebenfalls fein hacken und unter den Knoblauch mischen. Mit einem Schluck Olivenöl vermengen und auf den Schafskäse streichen.
6. Das Blech damit belegen und in den Backofen bei 220 Grad (wenn vorhanden mit Grillfunktion) ca 10- 15 min auf oberster Schiene backen. Ich habe meine Schnittchen gerne etwas brauner.

7. Reinbeißen und staunen!

Guten Appetit!


Sommerliche Grüße,
Emilia.
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Freitag, 27. Juni 2014

{Ichbacksmir} Apfelkuchen

Thema der aktuellen Ichbacksmir-Runde: Familienrezepte. Komischerweise habe ich in meinem Kopf Familienrezepte und Kindheitserinnerungen miteinander gleichgesetzt. Aber so weit von einander entfernt liegen die Themen ja nicht. Vor allem nicht bei folgendem Apfelkuchen. Denn dieser ist meine prägendste kulinarische Kindheitserinnerung, aber auch ein Rezept, welches meine Mutter von ihrer Mutter hatte und diese auch von ihrer hat. Was mir, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich mit meiner Mutter das Rezept suchte, tatsächlich nicht bekannt war.


Auf dem Grundstück meiner Eltern befinden sich sage und schreibe vier Apfelbäume. Früher waren es sogar fünf. Im Sommer gab es dementsprechend immer eine Apfelschwemme. Meine Mutter wusste gar nicht wohin mit den ganzen Äpfel.


Meine Mutter stand tagelang in der Küche und kochte Apfelmus, Apfelkompott und backte Kuchen. Heutzutage macht sie den leckersten Apfelsaft den ich je getrunken habe.


Ich erinnere mich noch wie meine Oma, Uroma und meine Mutter im Garten saßen und unermütlich Äpfel schälten und in Spalten schnitten. Manchmal wollte ich Knirps auch mitmachen und naschte dann die Äpfel weg. Aber meine Omas und meine Mama freuten sich darüber. Und ich auch. Als ich dann größer war, schnipselte ich mit.


Die fertigen Apfelspalten wurden für späteren Kuchen eingefroren oder gleich auf den Kuchen gelegt. So gab es dann immer super schnellen Apfelkuchen. Ein Apfelkuchen, der einfach nicht wegzudenken ist und ein treuer Begleiter meiner Kindheit war. Manchmal gibt es diesen Kuchen noch. Aber seltener.


Für mich bedeutet dieser Kuchen lange Sommertage, friedliches Beisammensitzen von Oma, Uroma und Mama, viele Äpfel und eine klindliche Unbekümmertheit und Freude. All das liegt in einem Bissen des besten Apfelkuchens meiner Mama.


Wichtig: Der Teig ist nicht für ein ganzes Blech abgelegt. Es wird so ca. 1/2 - 3/4 voll, je nachdem wie dick ihr den Teig ausrollt. Möchte man also ein ganzes Blech, einfach die doppelte Menga an Zutaten nehmen. ;) Ich persönlich finde, dass die angegebene Menge einen perfekt großen Kuchen ergibt.


Hier das Rezept:
200g Mehl, 1 TL Backpulver, 100g Zucker, 100g Butter, 1 Ei, ca. ca 3 - 4 große (ca. 400-500g) säuerliche Äpfel, Rosinen, Zucker und Zimt


Die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und für ca. 30 min. in den Kühlschrank legen. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in nicht zu dünne Spalten schneiden.
Den Teig nach belieben auf dem Blech ausrollen und mit Apfelspalten belegen. Rosinen drüber streuen und bei 150 Grad Umluft/ 175 Grad Ober-/ Unterhitze je nach Dicke des Teiges, 30 - 40 min. backen.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Danach Zucker und Zimt Mischung drüber streuen. Fertig ist das gute Stück.


Eine kleine Anmerkung zu den Bildern: Auf den Bildern ist ein Hefeteig und kein Mürbeteig zu sehen! Als ich den Kuchen buck, war ich der festen Überzeugung, dieser Küchen würde mit Hefeteig gebacken werden. Jedoch belehrte mich meine Mutter eines besseren - was auch den anderen Geschmack des Kuchens erklärte. Mit Mürbeteig (siehe Rezept oben!) schmeckt der Kuchen definitiv um Welten besser - einfach himmlisch! (Wer sich jetzt fragt, wieso ich nicht erst meine Mutter nach dem Rezept fragte: ganz einfach. Meine Mutter war zur Zeit meines Backwahns nicht in der Nähe des Rezepts. Und da ich so todsicher war, kam mir auch nichts daran falsch vor.)

Wie siehts bei euch aus, was sind eure prägendsten Kindheitserinnerungen?

Liebe Grüße,
Emilia.
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